Kartoffeln selber anbauen- so gelingt es!

Pflanzvorbereitungen

Die beste Pflanzzeit für Kartoffeln ist etwa Mitte bis Ende April. Vor dem Einpflanzen ist es sinnvoll die Knollen für 2 bis 3 Tage an einen warmen Ort (bei Zimmertemperatur) zu legen. Dadurch wird die Keimruhe unterbrochen. Anschließend kann die Kartoffel in eine Eierpappe oder flache Kiste gelegt und bei 10 bis 15 Grad an einen hellen Platz gelagert werden. Durch das Licht bilden sich grüne, elastische Keime. Diese brechen, im Gegensatz zu den weißen Keimen, nicht so leicht ab. Durch dieses „Vorkeimen“ erreicht man bei frühen Sorten eine noch frühere Ernte, bei späten Sorten erhöht sich der Ertrag.

Pflanzung

Kartoffeln können ab 9°C Grad Bodentemperatur gepflanzt werden. In den meisten Regionen ist dies etwa Mitte-Ende April erreicht. Um die Pflanzen gesund zu halten, werden sie optimalerweise in Pflanzlöcher mit reifem Kompost gepflanzt. Der Abstand in der Reihe sollte ca. 30-35 cm bei einem Reihenabstand von 75 cm betragen. Es ist außerdem darauf zu achten, dass die Kartoffel nicht tiefer gepflanzt werden sollte als die Knolle dick ist. Pro qm werden etwa 4- 5 Knollen benötigt. Mit einem Kilo Pflanzkartoffeln kann man etwa 4 qm Beetfläche bepflanzen.

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Pflegemaßnahmen

Um die optimalen Wachstumsfaktoren zu bieten ist es wichtig Unkrautwuchs zu vermeiden, einen krümeligen Boden zu bieten und darauf zu achten, dass die Kartoffelknollen stets mit Erde bedeckt sind. Ist die Kartoffelpflanze etwa 10 cm groß, wird sie zum ersten Mal angehäufelt. Dieser Vorgang wird regelmäßig wiederholt. Zuletzt sollte sie in einem möglichst großen Damm angehäufelt werden. Zwischendurch kontrollieren Sie gelegentlich die Pflanzen auf einen Befall mit Kartoffelkäfern, die sich dann beim ersten Auftreten leicht absammeln lassen.

In sehr trockenen Perioden werden die Pflanzen gegossen, wobei nach Möglichkeit das Laub trocken bleiben sollte.

 Kartoffelpflanze

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

 

 Ernte

Die Ernte beginnt je nach Sorte ab Anfang Juni bis in den Herbst hinein. Frühkartoffeln können geerntet werden, sobald die Knollen eine akzeptable Größe erreicht haben. Das Kraut der Frühkartoffeln kann bei der Ernte noch grün sein. Es ist jedoch zu beachten, dass Frühkartoffeln nicht lange lagerfähig sind, weshalb ist ratsam ist die Kartoffeln immer frisch zu ernten.

Zu den mittelfrühen und späten Sorten gehören beispielsweise Lagerkartoffeln, die voll ausgereift sein müssen. Für die Lagerung sollte nach Absterben des Krautes noch ca. 2-3 Wochen gewartet werden. In dieser Zeit bildet die Kartoffel eine feste Schale. Die

Kartoffeln sollten vor der Einlagerung ein paar Stunden auf dem Boden austrocknen.

Der Ertrag der hängt von vielen Faktoren ab. Im Schnitt kann mit der 10-bis 15-fachen Menge des Pflanzgutes gerechnet werden, wobei die alten Sorten meist etwas weniger Ertrag bringen, dafür aber häufig mit besserem Ge
schmack punkten.

         Kartoffelblüte

                                                                                                                                                                                                                            

 

Was hat es mit der Kraut- und Knollenfäule auf sich?

 

Bei der Krautfäule handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die das Kartoffelkraut befällt. Durch die Erkrankung kommt es dazu, dass das Kraut im Spätsommer oder Herbst abstirbt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Kartoffel allerdings bereits ausreichend große Knollen gebildet, sodass dieser Prozess sogar wünschenswert ist (beim konventionellen Anbau von Kartoffeln wird das Kraut oft gespritzt damit es abstirbt und bei der Ernte nicht stört). Es kann jedoch dazu kommen, dass die Krautfäule bei schwülwarmer Witterung auch früher auftritt. Bei einem frühen Auftreten der Krautfäule kann der Ertrag darunter sehr stark leiden. Bei heftigem Regen kann der Pilz in den Boden gespült werden und auch die Knollen befallen. Zur Bekämpfung von Krautfäule sind im biologischen Anbau Kupferspritzmittel zugelassen, allerdings sind diese nur bedingt empfehlenswert, da sich das Kupfer im Boden anreichert.

Können späte Sorten auch später gepflanzt werden?

Späte Sorten haben eine lange Reifezeit. Daher sollten sie keinesfalls später gepflanzt werden. Späte Sorten bilden ihren Knollenansatz später und brauchen darum eine längere Wachstumszeit.

 

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