Chilis- vom Samenkorn bis zur Ernte!

Chili- Kulturanleitung:

1. das richtige Saatgut

Für ein gutes Keimergebnis ist es wichtig, qualitativ gutes Saatgut zu erwerben. Seriöse Lieferanten versenden nur frisches Saatgut von kräftigen, gesunden Mutterpflanzen. Hier wurde auch genau darauf geachtet, das sich die verschiedenen Sorten nicht unerwünscht gegenseitig bestäuben und kreuzen. 

Gute Anbieter führen von jeder Saatgutcharge vor dem Versand eine Keimprobe durch, um die gute Keimfähigkeit zu testen.

Das von uns vertriebene Chili- Saatgut stammt entweder aus eigener Ernte oder von einem  auf Chili- Saatgut spezialisierten Züchter. So können wir uns absolut für die Samenqualität verbürgen.

2. Vorbereitung

Material: Sie benötigen (neben den Samen) Aussaatgefäße und Erde.

- Als Gefäße eignen sich kleine Kunststoffblumentöpfe, die vor der Aussaat gereinigt / ausgespült werden sollten (falls es sich um gebrauchte Töpfe handelt). Ein Topfdurchmesser von 9 bis 12 cm ist optimal und darin findet sich Platz für 10 bis 15 Samen. Auch kleine "Zimmergewächshäuser" für die Fensterbank eignen sich gut.

- Verwenden Sie keine "normale" Blumenerde, denn diese ist zu stark aufgedüngt und neigt zum Vernässen. Besser geeignet ist spezielle Anzuchterde / Aussaaterde, die optimal auf die Bedürfnisse der zarten Keimlinge abgestimmt ist.

- durch das Einweichen der Samen in Wasser ( für 24 Stunden bei 25- 30 °C) direkt vor der Aussaat wird die Keimung beschleunigt. Aber nicht vergessen: einmal aufgequollen (= der Keimvorgang beginnt) darf ein Samenkorn nicht wieder austrocknen!

3. Aussaat

- Füllen Sie die Aussaaterde locker in den Topf, so dass er randvoll gefüllt ist.

- Streichen Sie die Erdoberfläche glatt.

- Verteilen Sie nun die Chili- Samen auf der Erde

- jetzt müssen die Samen noch mit Erde abdedeckt werden, aber nur sehr dünn! Eine Erdschicht von 1- 2 mm ist ausreichend. Am besten eignet sich ein grobes Sieb, in das Sie etwas Erde füllen und dann das Saatgut damit übersieben.

- nun durchdringend aber vorsichtig angiessen, um die Samen nicht wegzuschwemmen.

- nun stellen Sie das Gefäß in einen Gefrierbeutel o.ä., den Sie oben schließen. Dies verhindert die Austrocknung des Substrates. Ihr selbstkonstruiertes „Mini- Gewächshaus“ muß nun warm aufgestellt werden, denn die Keimung erfolgt am besten bei 25- 30 °C. Diese Temperatur erreichen Sie z.B. durch den Einsatz einer Wärmelampe, aber bitte die Kontrolle der Temperatur im Beutel mit einem Thermometer prüfen!

- Die Keimdauer beträgt, je nach Sorte, 1- 2 Wochen. Nach erfolgter Keimung die Temperatur langsam auf 18- 22°C reduzieren und die Keimlinge durch allmähliches Öffnen des „Gewächshauses“ abhärten.

4. Pikieren

- ca. 3 Wochen später, wenn 1 bis 2 echte Blattpaare gewachsen sind, die Chilis einzeln in kleine Töpfe pikieren, auch dabei ist eine Aussaat-/ Pikiererde die beste Wahl. Wieder den Topf bis zum Rand füllen, mit dem Finger/ Pikierstab ein tiefes Loch bohren, die Pflanze bis fast zu den Keimblättern einsetzen. leicht andrücken und angießen. sehr hell aufstellen und eine Temperatur von 16- 22°C einhalten.

5. Umtopfen

ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. sollten Chilis nach draußen. Dazu topfen Sie die Pflanze unter Verwendung einer sehr guten Blumenerde einzeln in Töpfe mit 15 ( Capsicum annuum und – chinense) bis 20 Liter ( Capsicum baccatum) Inhalt.

Die Kübelkultur hat 2 große Vorteile:

  1. die Sonne erwärmt den Topf und damit den gesamten Wurzelballen- das fördert das Wachstum und beschleunigt die Fruchtreife.

  2. im Herbst hat man die Möglichkeit, die Pflanzen vor dem Frost einzuräumen und die Erntezeit so deutlich zu verlängern.

Beim Umtopfen ist das Einarbeiten von Langzeitdünger für Chilis / Tomaten sehr sinnvoll, da die in der Blumenerde vorhandenen Nährstoffe keinesfalls ausreichen.

6. Pflege

Gute Standorte für Chilis sind:

  • in einem Gewächshaus.

  • an einer sonnigen Süd/ Südwest- Wand, die abend noch lange Wärme abstrahlt.

  • auf einem sonnigen Balkon.

  • im gut zu lüftenden Wintergarten

Die Chilipflanzen dürfen keinesfall zu feucht gehalten werden. Am besten wird kräftig und durchdringend gegossen, aber bis zum nächsten Gießen gewartet bis die Erde oberflächlich wieder abgetrocknet ist.

Gelegentlich können an den Pflanzen Schädlinge, z.B. Läuse, auftreten. Hier sollte eine Bekämpfung frühzeitig erfolgen. Wir empfehlen den Einsatz von biologischen Mitteln ( z.B. Neem), da chemische Rückstände an den Früchten natürlich unerwünscht sind.

7. Ernte

Einige Chilisorten wie etwa Jalapenos werden oft grün geerntet, die meisten Chilis jedoch erst bei Fruchtreife. Das erkennt man an der kompletten Ausfärbung der Frucht, die dann meist je nach Sorte gelb, orange oder rot werden.

Im Zweifelsfall hilft am besten: probieren und verkosten!

Je nach Sorte, Wetter und Wachstumsbedingungen beginnt die Ernte im August und zieht sich bis zum Frost- wenn man die Pflanzen ins Haus holt auch noch viel länger. Wer diese Möglichkeit hat, sollte das unbedingt probieren!

Und bitte nicht vergessen:

Bei scharfen Chilis lieber Einmalhandschuhe für die Ernte und Verarbeitung anziehen!

8. Überwinterung

Die meisten Chili- Sorten lassen sich für eine mehrjährige Kultur im Haus überwintern. Dadurch lässt sich die Erntezeit verlängern und die an der Pflanze angesetzten Früchte reifen aus und können nach und nach geerntet werden.

Außerdem beginnt die Ernte im 2. Jahr deutlich früher, da die Pflanzen oft schon im März blühen.

Der richtige Zeitpunkt zum Einräumen ist Ende September / Anfang Oktober.

Da Chilis wärmebedürftig sind, stellt man sie bei normaler Zimmertemperatur ( 16- 22°C) an einen möglichst hellen Platz. Direkt an einem Fenster im Wohnraum oder im beheizten Wintergarten wäre es ideal.

Wenn dann im Spätherbst alle Früchte abgeerntet sind, werden die Triebe um etwa die Hälfte gekürzt. Die Pflanze macht nun eine Ruhephase durch, in der weniger gegossen und nicht gedüngt wird.

Etwa ab März (die Pflanzen treiben dann schon wieder) steigert man die Wassergaben und düngt allmählich wieder.

Ab Mitte Mai beziehen die Pflanzen wieder einen warmen, geschützen Platz im Freien.

Spätestens dann sollte auch in ein etwas größeres Gefäß umgetopft werden.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit den Chilis und freuen uns über jede Art von Feedback!

Für weitere Fragen stehen wir natürlich jederzeit zur Verfügung.

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